Spiel und Spaß im Museum Ravensburger

Willkommen im Museum Ravensburger

Es ist ein grauer Sonntag Nachmittag im Januar, an dem ich das Museum Ravensburger besuche. Schon lange möchte ich herkommen und mit eigenen Augen sehen: Wie schafft es eines der bekanntesten deutschen Verlagshäuser, die Besucher über seine Unternehmensgeschichte zu informieren und gleichzeitig kurzweilig zu unterhalten? Ich bin gespannt, wie der Besuch im „Haus des blauen Dreiecks“ einen farbigen Gegensatz zum trüben Winterwetter setzen kann!

 

 

Eingang zum Museum Ravensburger

Freundlicher Empfang: Über die historische Eingangstür gelange ich ins Museum.

Museum Ravensburger in alten Gemäuern

 

Es sind zwei markante, rot verputzte Häuser aus dem Mittelalter, zentral in der Altstadt des süddeutschen Städtchens Ravensburg gelegen, etwa 30 Kilometer vom Bodensee entfernt. Sie gehören zu den ältesten der Stadt und sind seit den 1880er-Jahren Stammsitz der Ravensburger Unternehmensgruppe. Viele Jahre befindet sich hier schon das Firmenmuseum, seit 2010 mit neuem Konzept und rund 1.000 m² Ausstellungsfläche. Schon beim Betreten des Museum Ravensburger spüre ich, dass das ganze Haus Geschichte atmet. So stammen etwa die Deckenbalken im Erdgeschoss aus dem Jahr 1416. Auch die Gewölbe im Keller, wo sich die Garderobe befindet, strahlen den Charme eines betagten Gebäudes aus. Bis in die 1960er-Jahre war an dieser Adresse auch die Produktion, bevor sie Ravensburger in die Südstadt verlegte.

Wie das Museum Ravensburger informiert

 

Im Erdgeschoss des Museums entdecke ich die Geschichte des Unternehmens. Vorbei am originalen Schreibtisch und gut gefüllten Aktenschrank des Firmengründers Otto Maier gelange ich vom Gründerzimmer in die Schatzkammer des Museums. Unter Glaskuben stehen hier originale Spieleklassiker aus der Ravensburger-Geschichte: memory, Malefiz, Scotland Yard,…alles Namen, die meine Kindheit beim Spielen begleitet haben. Dabei erfahre ich auch, dass memory über 75 Millionen Mal verkauft wurde und in 80 Ländern gespielt wird – ich bin ehrlich beeindruckt! Die audiovisuelle Darstellung der Meilensteine des Unternehmens füllt schließlich meine letzten Wissenslücken zur Unternehmensgeschichte: etwa, dass das blaue Dreieck seit 1974 Markenzeichen von Ravensburger ist. Jetzt kann es ruhig spielerisch weiter gehen!

Audioguide im Museum Ravensburger

Geschichte fasziniert: Mittels Audioguide erkunde ich die Geschichte von Verlagsgründer Otto Maier und seiner Familie.

Wie das Museum Ravensburger unterhält

 

In den oberen beiden Stockwerken tauche ich ein in die Welt der Spiele und Bücher aus dem Hause Ravensburger. Das Schöne an der Ausstellung: Bei den meisten Exponaten sind Angreifen und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht. So erfahre ich wie aus der Idee ein fertiges Spiel entsteht, fotografiere den beeindruckend hohen Berg aus Spielen und begehe begeistert die überdimensional großen Spielfiguren.

Großes Interesse finde ich auch am zweiten Stockwerk: Hier geht es um die Welt der Bücher, vor allem für Kinder. Zunächst erfahre ich, wie ein Buch überhaupt entsteht. Im gemütlich eingerichteten Nest lausche ich etwa den Geschichten des Leseraben und verliere mich anschließend in den Details der extra großen Seiten eines Wimmelbuchs.

Natürlich darf zum Abschluss meines Rundgangs die Spiel- und Leselounge des Museum Ravensburger nicht fehlen: Hier kann ich eine große Auswahl an hauseigenen Spielen gleich selbst ausprobieren. Und so schließt sich wieder der Kreis: Gefällt mir ein Spiel oder Buch besonders gut, so finde ich es sicher im Museumsshop im Erdgeschoss. Dabei wird besonders klar, dass die Zielgruppe für den ersten und zweiten Stock eindeutig Familien mit Kindern im Volksschulalter sind.

Schachtelhöhle im Museum Ravensburger

Farbenfrohe Entdeckungsreise in der Schachtelhöhle.

Schachteltürme im Museum Ravensburger

Vom Boden bis zur Decke. In der Schachtelhöhle türmen sich die von Ravensburger entwickelten Spiele.

Plitsch-Platsch-Pinguin im Museum Ravensburger

Plitsch-Platsch Pinguin. Zimmerhoch und begehbar ist die Pinguinfigur aus dem beliebten Familienspiel.

Was nehme ich mit aus dem Museum Ravensburger?

 

Natürlich ein Spiel sowie ein Buch aus dem Museumsshop. Die rund zweieinhalb Stunden, in denen ich das Museum erkundet habe, sind wie im Flug vergangen: es gab so Vieles zu lesen, hören, entdecken und im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Und einmal mehr ist mir bewusst geworden, wie präsent die Ravensburger-Produkte in den heimischen Spielzimmern waren und immer noch sind. So endet ein grauer Sonntag Nachmittag mit vielen bunten Eindrücken.

Willkommen im Museum Ravensburger

Facts zum Museum Ravensburger

Museum Ravensburger
Marktstraße 26
88212 Ravensburg
Öffnungszeiten:
Oktober bis März: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
April bis September: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Hier geht’s zum Museum Ravensburger.

Was beeindruckt Sie am meisten im Museum Ravensburger? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen im Kommentarbereich oder schreiben Sie mir ein Mail!

Sie wollen keinen Blog-Beitrag von historizing mehr verpassen? Dann abonnieren Sie den regelmäßig erscheinenden Newsletter!

Friederike Hehle

Keine Kommentare

Kommentar verfassen