Standortgeschichte historizing

Warum Ihr Unternehmen eine Standortgeschichte braucht

Viele Unternehmen sind sehr stolz darauf, wie sich ihr Unternehmensstandort im Laufe der Zeit entwickelt hat. Aber allzu oft gelingt es ihnen nicht, diese Geschichte spannend zu erzählen. Vielmehr ist sie eine langweilige Ansammlung von Jahreszahlen oder Ereignissen, die sich kein Mensch merken kann. Dabei steckt in der Standortgeschichte richtig viel Potenzial – lesen Sie weiter, damit Sie wissen, was ich damit meine!

Standortgeschichte: was ich darunter verstehe

Ihr Unternehmen arbeitet von einem bestimmten Ort aus. Bei einigen Unternehmen wechselt er im Laufe der Geschichte, weil sie wachsen und mehr Platz brauchen. Bei vielen bleibt er auch bestehen, weil an diesem Ort genug Platz zum Wachsen ist. Diesen Ort verstehe ich als Standort eines Unternehmens.

Dabei ist es egal, ob sie an diesem Standort ein Produkt herstellen oder eine Dienstleistung erbringen. Immer hat er eine Geschichte zu erzählen:

  • etwa von der Gegend, in der er sich befindet
  • oder über das (historische) Gebäude, von dem aus Ihr Unternehmen arbeitet.

Was Ihr Unternehmen von einer Standortgeschichte hat

Unternehmen, die die Geschichte ihres Standorts erzählen, geben ihm eine eigene Identität. Damit ist er nicht nur irgendeine beliebige Betriebsstätte, sondern ein Ort, der mit dem Unternehmen verbunden ist. Das wirkt zweifach:

auf die Mitarbeiter, die durch Sie wissen, an was für einem besonderen Ort sie arbeiten und welche Geschichten damit verbunden sind.

auf die Öffentlichkeit, die diese Geschichten als Bekenntnis des Unternehmens zu diesem Ort wahrnimmt.

Standortgeschichte historizing

Auch Ihr Standort hat seine eigene Geschichte. (Foto: Shutterstock sevenMaps7 423883573)

Machen Sie diese drei häufigen Fehler beim Erzählen Ihrer Standortgeschichte?

Viele Unternehmen, die ihre Standortgeschichte erzählen, machen Fehler, die sich vermeiden lassen. Denn in diesen Fällen verdient die Standortgeschichte nicht den Namen, den sie trägt. Sie ist nämlich keine Geschichte, sondern:

  • eine langweilige Aufzählung von Jahreszahlen, die sich niemand merken kann
  • eine bilderlose Aufzählung von Ereignissen, die sich kein Mensch vorstellen kann
  • eine unvollständige Aufzählung, die keinen Bezug zur Gegenwart hat

Wie Sie Ihre Standortgeschichte spannend erzählen:

→ Konzentrieren Sie sich auf wenige, packende Ereignisse!

Sie müssen nicht sämtliche Jahreszahlen, die Sie zu Ihrem Standort parat haben, in der Geschichte verpacken. Es reicht, wenn Sie etwa erzählen, wie es zur Auswahl des Standorts kam oder welche Hürden beim Umzug an diesen Ort zu bewältigen waren. Das sind Dinge, die Ihren Mitarbeitern in Erinnerung bleiben und die sie gerne erzählen werden.

Wenn Sie ein gut gemachtes Beispiel sehen möchten, dann lesen Sie Umzug ins Herzland, ein Beitrag von Bosch.

→ Verwenden Sie auf jeden Fall Bilder!

Es hilft wenig, wenn Sie die Geschichte in feinster Storytelling-Manier erzählen, aber kein Foto haben, das einen Eindruck vom Standort vermittelt. Zur Not reicht ein aktuelles Foto, mehr Interesse wecken Sie aber sicher mit einem historischen. Hier gilt die Devise: je älter das Foto ist, umso besser!

Wenn Sie im Unternehmen selbst kein historisches Foto vom Standort haben, dann fragen Sie bei Ihrem kommunalen Archiv. Mit großer Wahrscheinlichkeit bekommen Sie dort eine Ansicht Ihres Standorts, die Sie vielleicht noch gar nicht kennen. Und sicher hält das kommunale Archiv weitere Details bereit, die ihre Geschichte bereichern.

Ein sehenswertes Beispiel für eine gut bebilderte Standortgeschichte ist etwa jene des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin.

→ Schaffen Sie einen Bezug zur Gegenwart!

Und noch etwas fehlt vielen Standortgeschichten: der Bezug zur Gegenwart. Viele Geschichten enden abrupt und finden nicht den Anschluss an heute. Erzählen Sie also etwa, wie viele Mitarbeiter jetzt hier arbeiten oder welche Rolle heute dieser Standort für Ihr Unternehmen als Gesamtes spielt.

→ Denken Sie weiter!

Meiner Meinung nach ist Ihre Standortgeschichte nicht nur da, um Ihre Website zu füllen. Darüber hinaus ist sie hervorragender Content für verschiedene Kommunikationskanäle in Ihrem Unternehmen. Denn authentischer als mit Ihrer Standortgeschichte können Sie gar nicht kommunizieren!

Und jetzt Sie!

Suchen Sie spannende Geschichten und tolle Fotos von Ihrem Unternehmensstandort. Und überlegen Sie sich, auf welchen anderen Kanälen – abgesehen von Ihrer Website – Sie diese erzählen möchten.

Wenn Sie noch immer keine Ideen haben, woher Sie diese Geschichten und Fotos bekommen sollen und vor allem wie Sie sie spannend erzählen sollen, dann lassen Sie sich von mir unterstützen. Ich helfe Ihnen gerne!

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