Firmenchronik erstellen: So klappt es 2020 endlich!

Das ist allen meinen Kunden gemeinsam, wenn Sie mich mit einer Firmenchronik beauftragen. Sie sind schlichtweg überfordert mit Ihrer eigenen Geschichte. Das heißt, sie fragen sich:

  • Wie gehe ich das Projekt überhaupt an?
  • Welche Unterlagen brauche ich, um unsere Firmengeschichte erzählen zu können?
  • Welche Fotos gehören in die Firmenchronik und welche eher nicht?
  • Wie ausführlich erzähle ich einzelne Geschichten?
  • und so weiter!

 

Finden Sie sich in diesen Fragen wieder? Wie gesagt – Sie sind nicht allein. Woher sollen Sie auch die Antworten kennen: Schließlich haben Sie wahrscheinlich noch nie eine eigene Firmenchronik gemacht.

Mit historizing nehme ich meine Kunden an der Hand: Ich zeige ihnen, welche Schritte sie nacheinander setzen müssen. Und ich begleite sie solange, bis sie am Schluss die fertige Chronik voller Stolz in Händen halten. Und wenn Sie mein Portfolio  anschauen, dann sehen Sie, dass das schon einige Male geklappt hat ?

 

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Firmenchronik: Was ist das überhaupt?

Bevor ich Ihnen handfeste Tipps gebe, wie Sie Ihre eigene Firmenchronik erstellen, erst einmal eine kurze Frage an Sie: Meinen wir beide dasselbe, wenn ich von einer Firmenchronik spreche? Schauen wir im Duden nach – dort steht zu lesen:

Die geschichtliche Darstellung, in der die Ereignisse in zeitlich genauer Reihenfolge aufgezeichnet werden

Duden: Chronik

Auf Unternehmen umgelegt erzählt eine Firmenchronik also ihre Geschichte. Und zwar in der zeitlichen Reihenfolge, in der die einzelnen Ereignisse der Geschichte stattgefunden haben. Meistens beginnt eine Chronik bei der Gründung – wie lange diese auch immer zurückliegt – und geht bis zur Gegenwart. In manchen Fällen deckt die Firmenchronik mehrere Jahrhunderte oder Jahrzehnte ab, in einigen Fällen nur wenige Jahre. Aber etwas ist allen Firmenchroniken gemeinsam: Wenn sie gut gemacht ist, bleiben Sie mit Ihrer Chronik garantiert bei Ihren Kunden in Erinnerung.

Warum Sie mit Ihrer Firmenchronik in Erinnerung bleiben

Ihre Firmenchronik bringt Ihrem Unternehmen wahrscheinlich mehr, als Sie im ersten Moment denken. Viele glauben, die eigene Firmenchronik sei nur bei einem Jubiläum – also dem Geburtstag des Unternehmens – interessant. Eine gut gemachte Firmenchronik wirkt aber lange darüber hinaus, weil Sie sie bei verschiedenen Gelegenheiten einsetzen können. Warum ist das so?
Ihre eigene Firmenchronik

  • zeigt, wie erfolgreich Ihr Unternehmen ist.

Gerade für Ihre Kunden ist es wichtig zu wissen, dass Ihr Unternehmen zuverlässig ist. Das können Sie natürlich am besten beweisen, wenn Sie Ihre Geschichte erzählen. Denn da gibt es immer Situationen, in denen Ihr Unternehmen unangenehme Situationen erfolgreich gemeistert hat: etwa einen jahrelangen Gerichtsprozess gewonnen oder eine Krise überstanden, ohne Mitarbeitern kündigen zu müssen.

  • zeigt, wie sympathisch Ihr Unternehmen ist.

Das ist nicht nur für Ihre Kunden interessant, sondern auch für die Menschen in Ihrer Firma, also als Employer Branding. Das kann so weit gehen, dass sich ein potenzieller Mitarbeiter denkt: „Tolles Unternehmen, da möchte ich gerne arbeiten!“ Und Ihren eigenen Mitarbeitern geben Sie Geschichten an die Hand, die sie stolz weitererzählen können. Denn stellen Sie sich vor: Ihr Mitarbeiter ist bei einem Netzwerktreffen und wird nach seinem Unternehmen gefragt. Er bleibt sicher mehr in Erinnerung, wenn er eine sympathische Anekdote aus dem Unternehmen erzählt, als wenn er die aktuelle Mitarbeiterzahl oder den letztjährigen Umsatz zum Besten gibt.

  • liefert Ihnen gute Inhalte für Ihr Marketing.

Im Marketing wird es immer wichtiger, authentische Inhalte zu verwenden. Die eigene Unternehmensgeschichte, und damit die Firmenchronik, ist eine wahre Schatzkiste an authentischen Inhalten. Dieses sind gerade auch für Social Media sehr wichtig. Denn oft geht es dort um die Frage: Was poste ich denn heute nur wieder auf Facebook, Instagram und Co? Inhalte aus der eigenen Firmenchronik sind deshalb so gut dafür geeignet, weil sie echt sind und nostalgische Gefühle bei Ihrer Zielgruppe wecken.

Wie soll ich nur anfangen?

Wie Sie 2020 endlich Ihre Firmenchronik anpacken

Aus meiner jahrelangen Erfahrung weiß ich, dass es mehrere Schritte braucht, bis eine Firmenchronik fertig ist. Und das sind sie:

 

Schritt 1: Sammeln Sie Unterlagen und Fotos!

Der erste Schritt ist, Unterlagen und Fotos aus der Geschichte Ihres Unternehmen zu sammeln. Hier ein paar Ideen, wo Sie diese Unterlagen und Fotos finden können:

  • Gibt es einen Archivraum, vielleicht im Keller oder Dachboden, wo Sie historische Unterlagen vermuten? Meistens sind sie in unscheinbaren Schachteln gesammelt.
  • Fragen Sie gezielt Mitarbeiter danach, die schon länger im Unternehmen arbeiten. Oft fördern Sie aus Schubladen oder Schränken in deren Büro Schätze zutage, von denen niemand wusste.
  • In vielen Unternehmen gibt es Schlüsselpersonen für die Geschichte: etwa die Chefsekretärin, der Facility Manager, die Empfangsdame, …. Überlegen Sie sich: Wer ist in Ihrem Unternehmen gut vernetzt und könnte wissen, wo solche Unterlagen liegen.
  • Machen Sie im Intranet oder in der Mitarbeiterzeitung einen Aufruf, dass sie Unterlagen und Fotos aus der Geschichte des Unternehmens suchen.

 

Mein Tipp:

Machen Sie einen chronologischen Raster, in dem Sie das Jahr und eine kurze Beschreibung des Ereignisses, das in den Unterlagen angesprochen oder auf den Fotos zu sehen ist – das funktioniert etwa gut in einer einfachen Excel-Tabelle. Führen Sie sie fortlaufend und ordnen sie sie später chronologisch. Tragen Sie in die Tabelle unbedingt auch ein, wo Sie das Foto oder die Unterlagen gefunden haben – so können Sie später nochmals einfach darauf zugreifen, wenn Sie mehr Informationen dazu brauchen. Und außerdem müssen Sie bei Fotos in der Chronik einen Bildnachweis angeben.

Schritt 2: Sammeln Sie Geschichten!

Umsatzlisten, Auflistungen von Produkten, Verzeichnisse von leitenden Angestellten,…manchmal sind die Unterlagen aus der Geschichte Ihres Unternehmens einfach nur sachlich-nüchtern. Da fehlen die Geschichten dahinter, die Menschen. Auch Fotos lösen wesentlich mehr Gefühle aus, wenn Sie dazu eine sympathische Anekdote erzählen können, als nur darunter zu schreiben: Neubau 1954. Suchen Sie also gezielt interessante und berührende Geschichten aus Ihrem Unternehmen. Fündig werden Sie beispielsweise hier:

  • Laden Sie ein paar pensionierte Mitarbeiter zu einem Erzählnachmittag bei Kaffee und Kuchen ein und lassen Sie sie von früher erzählen. Sie werden sich wundern, welche Geschichten Sie da zutage fördern!
  • Durchforsten Sie Ihre Firmenzeitung: Gerade in älteren Ausgaben ist sicher die eine oder andere Anekdote zu lesen, an die sich heute niemand mehr erinnert.
  • Veröffentlichen Sie historische Fotos im Intranet oder in der Mitarbeiterzeitung und fragen Sie: Wer erinnert sich noch daran? Wer kann dazu etwas erzählen?

 

Mein Tipp:

Nehmen Sie die Gespräche mit den Zeitzeugen nicht nur akustisch mit Ihrem Handy auf, sondern machen Sie idealerweise ein möglichst professionelles Video davon – so können Sie die Emotionen der Erzählenden besser einfangen. Und Sie haben Material für einen Film über Ihre Firmengeschichte, denn vielleicht brauchen Sie später einen für Ihre Jubiläumsfeier.

Schritt 3: Überlegen Sie sich ein Konzept!

Sehen Sie Ihre Firmenchronik schon bildlich vor sich? Nein? Damit sind Sie nicht allein. Die meisten meiner Kunden können Sie sich am Anfang nur vage vorstellen. Besorgen Sie sich Firmenchroniken anderer Firmen. Schauen Sie sie genau durch und überlegen Sie, was Ihnen an der Gestaltung gefällt, welchen Aufbau Sie sympathisch finden. Aber auch: Was Ihnen dabei überhaupt nicht gefällt, was nicht zu Ihrem Unternehmen passt. Das gibt Ihnen gute erste Ideen für die eigene Firmenchronik.

Überlegen Sie noch, wie Sie zu Firmenchroniken anderer Unternehmen kommen? Fragen Sie bei Ihren Kunden oder Lieferanten nach oder suchen Sie in lokalen Bibliotheken nach Beispielen. Spezielle Firmenchroniken, etwa aus Ihrer eigenen Branche, finden Sie auch in Antiquariaten, etwa hier.

Dann überlegen Sie sich folgende Fragen für Ihre eigene Firmenchronik:

  • Wem möchte ich meine fertige Firmenchronik geben?
  • Gibt es spezielle Themen, die unbedingt vorkommen sollen?
  • Möchte ich nur die Geschichte meiner Firma erzählen oder auch die der Branche?
  • Gibt es einen speziellen Anlass, an dem ich die Firmenchronik präsentieren möchte?

Daraus leiten Sie dann ab, wie umfangreich Ihre Firmenchronik wird, welchen Aufbau Sie dafür möchten und wann sie fertig sein soll.

 

Mein Tipp:

Tappen Sie nicht in die Chronik-Falle! Das heißt: Lösen Sie sich vom Begriff Chronik. Er engt sie ein beim Nachdenken über Ihren Aufbau. Weil Sie meinen, Sie müssten die einzelnen Ereignisse in zeitlich genauer Reihenfolge erzählen und möglichst nichts auslassen. Verwenden Sie eher die Begriffe Firmenhistorie oder Unternehmensgeschichte – damit denken Sie garantiert freier über den Aufbau nach.

Schritt 4: Fangen Sie an zu produzieren!

Das ist für viele meiner Kunden die wohl größte Hürde: die eigentliche Produktion der Firmenchronik. Denn meistens hat ihr eigenes Geschäft rein gar nichts mit einem der folgenden Bereiche zu tun. Sie haben also schlichtweg keine praktische Erfahrung mit

  • Recherchieren

nach offenen Fragen zu einzelnen Ereignissen aus der Geschichte in Bibliotheken und Archiven. Und sollten dort vielleicht auch noch Kurrentschrift lesen können?

  • Texten

und zwar so ansprechend, dass Ihre Zielgruppe die Chronik dann beim Lesen nicht mehr weglegen kann, weil sie so spannend ist.

  • Layouten, damit aus dem geschriebenen Text ein Buch wird, in dem unbedingt schmökern möchte.
  • Korrigieren und Lektorieren, denn ein echtes Lektorat tut einer Firmenchronik garantiert gut.
  • Drucken und Binden, außer Sie führen selbst eine Druckerei.

Und was die allergrößte Hürde ist: In der Fülle an gesammeltem Material, sprich: Unterlagen, Fotos, Geschichten und so weiter, den Anfang und vor allem den roten Faden für die eigene Firmenchronik finden. Das ist es, warum viele meiner Kunden im Erstgespräch sagen: „Ich weiß gar nicht, wo anfangen!“ – und darauf einen hilflosen Seufzer folgen lassen.

 

Mein Tipp:

Unterschätzen Sie nicht, wieviel Zeit Sie brauchen, um die eigene Firmenchronik zu erstellen. Denn wahrscheinlich sollten Sie dieses Projekt neben Ihrem normalen Tagesgeschäft vorantreiben. Und wenn Sie wenig bzw. gar keine Erfahrung mit dem Erstellen einer Firmenchronik haben, dann braucht es wahrscheinlich noch den einen oder anderen zusätzlichen Schritt  – also noch mehr Ihrer ohnehin kostbaren Zeit. Überlegen Sie also gut: An welcher Stelle hat es mehr Sinn, eine/n ExpertIn damit zu beauftragen, als selbst meine Zeit dafür einzusetzen!

Fazit

Eine eigene Firmenchronik zu erstellen, ist eine lohnende Sache für Ihr Unternehmen – Sie werden sehen. Damit machen Sie Ihre Firme zu einem zuverlässigen und sympathischen Anbieter und Arbeitgeber. Sammeln Sie also zuerst interessante Unterlagen, Fotos und Geschichten über Ihr Unternehmen. Je mehr Sie davon zusammentragen, umso besser wird Ihre Firmenchronik schlussendlich.
Seien Sie sich aber auch bewusst, wie viel Zeit es braucht, eine eigene Firmenchronik zu erstellen. Und binden Sie lieber frühzeitig als zu spät eine/n ExpertIn – Historiker, Texter, Grafiker, Lektor, Drucker und Buchbinder – in das Projekt mit ein, idealerweise unter einem Projektverantwortlichen als Ansprechpartner für Sie. Das spart Ihre Zeit und damit auch Ihr Geld!

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Friederike Hehle

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