Elektromobilität Auto Strom laden

Drei Erkenntnisse aus einem Jahr Elektromobilität

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Seit genau einem Jahr hat historizing den elektrisch angetriebenen Renault ZOE als Geschäftsauto in Verwendung. Nach einem Jahr Elektromobilität ist es für mich Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen: Ich bin zufrieden mit der Reichweite und finde die monatlichen Kosten angemessen. Was mich aber enttäuscht, ist der Umstieg auf die grüne Nummerntafel. Lesen Sie selbst, was ich daran auszusetzen habe!

Die Reichweite ist doch viel zu kurz!

 

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist es, dass die Reichweite von Elektroautos viel zu kurz sei. Tatsache ist: Nach einem Jahr Erfahrung weiß ich, dass ich mit meinem Renault ZOE im Sommer etwa 150 Kilometer fahren kann, im Winter – wegen der Heizung – etwa 40 Kilometer weniger. Nicht berücksichtigt ist dabei, dass sich die Reichweite durch sogenannte Rekuperation beim Bremsen und Abwärtsfahren immer wieder verlängert. Aber ganz ehrlich: Für den überwiegenden Teil meiner beruflichen Fahrten – also zu Kunden, Interviewpartnern und ins Archiv – ist diese tägliche Reichweite vollkommen ausreichend. Ich habe es in diesem Jahr kein einziges Mal erlebt, dass mein Elektromobil wegen akuten Strommangels liegen geblieben wäre.

Elektromobilität Auto Strom laden

beim Laden des Elektroautos (Foto: shutterstock/SergeBertasiusPhotography)

Was kostet mich der elektrische Fahrspaß?

 

Nach einem Jahr Betriebszeit und rund 8.000 gefahrenen Kilometern interessieren mich natürlich auch die entstandenen Kosten meiner Elektromobilität: Monatlich fallen rund 70 EUR für die Akku-Miete und etwa 15 EUR für Netzgebühr und Stromkosten an. Damit liege ich wohl etwas über den Kosten für ein normales Verbrennungsauto. Dennoch empfinde ich die Kosten als angemessen – vor allem im Wissen, dass ich mit meinem Auto keine Emissionen (Z.E. für Zero Emission) verursache.

 

Außer Spesen nichts gewesen!

 

Im März 2017 hat der österreichische Bundesminister für Verkehr eine grüne Nummerntafel für elektrisch betriebene Autos eingeführt. Die Autos sollten damit schneller als solche erkennbar sein. Für den freiwilligen Wechsel auf die grüne Nummerntafel warb das Bundesministerium mit Vorteilen beim innerstädtischen Parken oder der Benützung der Busspur. Was in Graz, Klagenfurt, Krems, Wels und Innsbruck längst Realität ist, hat Vorarlberg immer noch nicht erreicht. Die Vorarlberger Gemeinden zeigen sich nicht vom Konzept des Bundesministers überzeugt. Leider habe ich vorschnell auf die grüne Nummerntafel umgestellt. Die angefallenen Gebühren sind jetzt in meinem Fall als „Deppensteuer“ abzuschreiben – denn die grüne Nummerntafel bringt’s in Vorarlberg definitiv nicht!

 

Fazit nach einem Jahr Elektromobilität

 

Die Investition in ein Elektroauto als Geschäftsauto im September 2016 war für mich eine gute Wahl. Es überzeugt mich von der Reichweite her und auch die Kosten bewegen sich im Rahmen. Einzig auf die grüne Nummerntafel würde ich nach den Erfahrungen in den letzten Monaten nicht mehr umsteigen.

Sind Sie auch elektrisch mobil? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Teilen Sie mit mir Ihre Erlebnisse im Kommentarfeld!

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Friederike Hehle

2 Kommentare
  • Friederike Hehle

    30.09.2017 um 09:59

    Hallo Elke, deine Freude am Fahren kann ich gut nachvollziehen. Ich habe unseren Herrn Bundesminister bereits angeschrieben und mich bezüglich der grünen Nummertafel beschwert: Er hat geantwortet, dass er weiterhin das Gespräch mit Vorarlberger Gemeinden suchen werde. Es bleibt abzuwarten, was er tatsächlich erreichen kann. Liebe Grüße von Fritzi

  • Elke Bereuter-Hehle

    30.09.2017 um 09:54

    Hallo Firtzi,
    auch ich fahre gerne mit meinem E-Auto, auch weil der Gedanken Spaß macht, keine Umweltverschmutzung zu produzieren. Auch meine grüne Nummerntafel werde ich als “Deppensteuer” absetzen, da sie völlig unnütz ist und zudem die grüne Farbe kaum erkennbar.
    Gruß Elke

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