Die Firmengeschichte der Bäckerei Mangold in Buchform

Wie lange gibt es unsere Bäckerei schon? Wer hat sie gegründet? Diese und ähnliche Fragen beschäftigten Monika und Egon Haag, Eigentümer und Geschäftsführer der Bäckerei Mangold, viele Jahre. Aber wie und wo Antworten darauf finden? Monika Haag, geb. Mangold, ging im Laufe der Jahre vielen Spuren nach, ehe sie historizing mit der Suche beauftragte. Im Interview erzählt sie, wie der Wunsch entstand, nicht nur die Fakten zu recherchieren, sondern auch die Geschichten dahinter lebendig werden zu lassen – in einem Buch über die eigene Firmengeschichte.

Monika, als wir uns 2017 das erste Mal über eure Firmengeschichte unterhielten: Wieviel wusstest du damals über die Vergangenheit der Bäckerei Mangold?

Leider viel zu wenig! Bis dahin hatte ich mir schon ewig, also sicher 15 Jahre, Gedanken dazu gemacht. Immer wieder kamen Fragen im Marketing, aber auch privat, wie: „Wie lange gibt es denn eure Bäckerei eigentlich schon?“ Darauf hatte ich nur vage Antworten. Und dabei spürte ich immer wieder, dass in unseren Wurzeln unglaublich viel Kraft steckt.

„Die eigenen Wurzeln geben unglaubliche Kraft. Deshalb sollte man sie unbedingt kennen!“

Was machte es für dich schwer, der eigenen Geschichte selbst nachzugehen?

Ich habe immer wieder versucht, unserer Familien- und Firmengeschichte nachzugehen – weil ich schon viele Jahre das Bedürfnis dazu hatte, eine richtige Sehnsucht! Aber ich hatte ehrlich gesagt auch nicht die Zeit, in die Bibliotheken und Archive oder in die Wirtschaftskammer zu gehen und dort nach Daten aus unserer Geschichte zu fragen. Ich fand einfach nicht den Anfang, wie man so ein Projekt angeht. Und mir war lange nicht klar, wie wichtig es ist, die Suche nach den eigenen Wurzeln professionell anzugehen.

 

Zu Beginn unserer Zusammenarbeit habe ich für euch nur Fakten recherchiert. Aber irgendwann entstand bei euch der Wunsch, daraus ein Buch zu machen. Was war der Grund dafür?

Anfangs dachte ich, dass mir das reicht, wenn ich weiß, wann unsere Bäckerei gegründet wurde und wie die Menschen dahinter hießen. Dann kam aber der Punkt, an dem wir die Werbeagentur wechselten und hier in Dornbirn neu bauten. Mit der neuen Werbeagentur rückte ein neuer Markenauftritt in den Fokus und auch das Thema, dass wir die Bäckerei Mangold als Familienunternehmen positionieren wollten. Da war also zur richtigen Zeit der Stammbaum der Familie Mangold da! Und plötzlich war ganz klar, wie wertvoll die Informationen daraus sind. Aber es wurde auch schnell klar, dass das jetzt nicht das Ende der Forschungen sein kann. Wir sahen, dass wir das Wissen brauchen, um es auch für das Marketing unseres Unternehmens zu verwenden, also für unsere Werbung und unsere Social-Media-Kanäle. Und dass wir mit dem Wissen aus unserer Geschichte im Marketing auch nach dem Jubiläum weiterarbeiten, das war für mich eine wichtige Voraussetzung für das Buch!

Und abseits vom Marketing?

Natürlich ist das Buch jetzt auch eine wichtige Grundlage, um zu wissen, wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Es ist ein Bindeglied zwischen dem, was war und dem, was kommt. Also es ist kein Endpunkt, sondern es ist ein Anfang für die neue Backstube, die wir hier in Dornbirn gebaut haben.

 

Während der Arbeit am Buch warst du immer wieder gefordert, etwa beim Suchen nach Fotos oder Erzählen von Geschichten. Was hast du selbst gelernt dabei?

Es war sehr wichtig, dass du unsere Geschichte professionell erforscht hast. Mir ist im Laufe des Buchprojekts klar geworden, dass man nicht nur einfach ein paar Geschichten zusammentragen kann. Ich habe gelernt, dass ein Buch über die eigene Firmengeschichte unbedingt Professionalität braucht und nicht nur einfach irgendwie gemacht werden kann. Und damit waren wir bei dir wirklich in guten Händen.

 

Und was war bei der Arbeit am Buch überraschend für euch?

Dass Egon und ich beide in Möggers familiäre Wurzeln haben. Und dass sein Großonkel bereits in einer der ersten Filialen Mangold-Brot verkauft hat, das fanden wir auch extrem spannend.

Besonders war für mich auch, als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte: Das fühlte sich wirklich toll an, am liebsten hätte ich es der ganzen Welt gezeigt! Diese leichte Lesbarkeit der Geschichten im Buch finde ich auch sehr schön – da mag man gar nicht mehr aufhören zu lesen.

 

Was würdest du denn einem anderen Unternehmen, das überlegt, ein eigenes Buch über die Firmengeschichte zu machen, raten?

Unsere Vorgehensweise war sicher die richtige: also zuerst den Stammbaum unserer Familie aufzustellen und dann der Sehnsucht nachzugehen, die Geschichten hinter dem Stammbaum aufzuspüren. Meine Empfehlung ist also, so ein Projekt wachsen zu lassen. Und meine Empfehlung ist auch, in die Zukunft zu denken. Denn die Geschichte unseres Unternehmens hat ja nicht aufgehört, nur weil jetzt das Buch fertig geschrieben ist. Das Buch ist ja nur eine Zwischenstation und eine Hilfe für die Zukunft: ganz sicher im Marketing, hoffentlich auch für unsere Kinder.

Mangold Buchpräsentation

Monika Haag, Friederike Hehle und Egon Haag bei der Buchpräsentation im Juli 2021 (Foto: Weber, Mathis + Freunde)

Lust auf ein Buch mit Ihrer eigenen Firmengeschichte?

Dann lassen Sie uns über die Möglichkeiten sprechen! Wir beraten Sie gerne!

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Friederike Hehle

2 Kommentare
  • Friederike Hehle

    09.07.2021at17:28

    Danke, Herr Blum, ich freue mich immer über Ihre Nachrichten aus dem Heidelberger Stadtarchiv 🙂

  • Dr. Peter Blum

    08.07.2021at08:28

    Gratuliere, liebe Frau Hehle!

Kommentar verfassen